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michael engelnkemper Posts

Wahrnehmung passt sich den Erwartungen an

was sich dann auch »selbst­er­fül­lende Prophezeiung« nennt. ist ein Urteil einmal gefällt, dann ist es schwie­rig, diese »Meinung« zu revi­die­ren. Bedeutet es doch das Eingestehen eines eige­nen Fehlurteils. »Willst Du glück­lich sein, muss Du einfach nur keine Meinung haben« habe ich mal gehört. In diesem Zusammenhang stimmt das wohl. Wolllen…

Was machen wir hier?

Ja, was machen wir über­haupt? Hat das, was wir tagein, tagaus machen etwas mit unse­rem ursprüng­li­chen Wesen zu tun? Immer, wenn ich mir diese Frage stelle, bemerke ich, das ich anfange, den Kopf zu schüt­teln und ich einmal herz­lich lachen muss. Denn da war sie wieder — die Verzettelung, die…

Firtz Mauthner über den Sinn des Lebens

Niemals kann ich ohne stil­lere oder lautere Heiterkeit Bücheranzeigen lesen, die mit Titeln anlo­cken wie: der Sinn des Lebens, der Wert des Lebens, der Unfug des Sterbens usw. Meinem Bilde von der Geistesarbeit der Zunftphilosophen würde ein humo­ris­ti­scher Zug fehlen, wenn nicht auch der Nobelpreisträger Eucken, der drei­ßig Jahre vorher…

1. Vorwort zur 2. Auflage

Ein gründ­li­cher Fachmann, den ein Kollege mahnte, sich mit den Gedanken meiner Sprachkritik ausein­an­der zu setzen, rief in mensch­lich begreif­li­cher Entrüstung aus: “Soll ich meine Kollegienhefte verbren­nen?” Ich möchte darauf nicht gern mit einem einfa­chen “Jawohl” antwor­ten.” Ich vertraue, ich habe einen Richtweg geschla­gen zu einer Philosophie. Zu Erkenntniskritik, welche…

2. Wesen der Sprache

So schwer fällt es, den verschie­de­nen Sinn und die Unvollkommenheiten der Worte darzu­le­gen, wenn es nur mit Worten gesche­hen kann. — John Locke Verstehst du nun mein Sprachprinzipium der Vernunft, und daß ich mit Luther die ganze Philosophie zu einer Grammatik mache? — Hamann an Jacobi “Im Anfang war daß…

3. Sprache und Sozialismus

Der Kommunismus hat auf dem Gebiete der Sprache Wirklichkeit werden können, weil die Sprache nichts ist, woran Eigentum behaup­tet werden kann; der gemein­same Besitz ist ohne Störung möglich, weil die Sprache nichts ande­res ist als eben die Gemeinsamkeit oder die Gemeinheit der Weltanschauung.” Das nun aber ist gerade das unge­heure…

4. Realität der Sprache

Alle Menschen stehen gegen­sei­tig im Verhältnis von Hypnotiseur und Hypnotisierten, alle Menschen lassen sich gegen­sei­tig durch ausge­spro­chene Worte Zwangsvorstellungen sugge­rie­ren.” Weil die Sprache zwischen den Menschen eine soziale Macht darum übt sie eine Macht aus auch über die Gedanken des einzel­nen. Was in uns denkt, das ist die Sprache; was…

6. Wert der Sprache

Für die Praxis genügt die mensch­li­che Sprache, wahr­schein­lich darum, weil es jedem einzel­nen nur um sich selbst zu tun ist.” Über den Nutzen der Sprache ist seit Jahrhunderten, vor und nach HERDER viel geschrie­ben worden. Man hat den Nutzen der Sprache beinahe leiden­schaft­lich geprie­sen, aber doch nur in ähnli­cher Weise…