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Monat: Oktober 2011

Was ist Wahrnehmung

Viele Menschen sind sich ihrer Wahrnehmung nicht bewusst. Bedient man sich des Beispiels der EDV, dann funk­tio­niert jedes EDV-System (egal, ob Smart-Phone oder Hochleistungsrechner) nach dem immer iden­ti­schen Prinzip: Eingabe, Verarbeitung und Ausgabe (E.V.A. Prinzip). Demnach ist die Wahrnehmung vergleich­bar mit der Eingabe, das, was von außen über die Sinne…

Laurent Verycken — Auf den Spuren der Abstraktion

Das Wissen von einer Sache ist nicht die Sache selbst. Basta !” Die alte Erkenntnistheorie, die von Aristoteles bis zur Scholastik unum­schra­enkt herrschte, beruhte auf dem Satz, dass ein Allgemeines das Bestimmende und gestalt­ge­bende Innere der Dinge sei. Die aris­to­te­li­sche Logik verko­er­perte die Theorie des beweis­ba­ren Wissens. Objektive Erkenntnis ist ueberall…

14. Sprache ist Bewegung

Wenn ein Mensch deut­lich und distinkt ein Wort denkt, so ist damit ein Bewegungsgefühl verbun­den.” Wir sind durch diese Erwägungen unmerk­lich unse­rem Ziele etwas näher gerückt. Die Behauptungen über das Verhältnis von Denken und Sprechen schie­nen uns so lange ein Wortstreit, als wir nicht wußten, was Denken und was Sprechen…

Das Wesen der Sprache

Fritz Mauthner veröf­fent­lichte 1906 das Buch »Das Wesen der Sprache«, Beiträge zu einer Kritik der Sprache. Im Internet sind zwei verschie­dene Versionen zu finden. Zum einen die erste Auflage, die zwischen 1901 — 1902 entstand und die zweite Auflage, die von ihm in den Jahren 1906 — 1913 über­ar­bei­tet wurde. Diese…

15. Urzeit der Sprache

Die Schrift ist nicht nur die Dauerform der Gedächtniszeichen, die Schrift ist eine künst­li­che Verbesserung des Gedächtnisses, wie die Photographie eine Verbesserung des Sehorgans.” Unbeirrt wieder­hole ich bei jeder Gelegenheit, daß Denken und Sprechen ein und dieselbe Geistestätigkeit bezeichne, und doch weiß ich, daß die beiden Begriffe nicht ganz gleich…

16. Wirkliches Denken

Gedächtnis ohne Gedächtniszeichen ist nicht möglich; und Zeichen sind im weites­ten Sinne sprach­li­che Akte.” Von der physio­lo­gi­schen Psychologie wollen wir die Kritik der älte­ren psycho­lo­gi­schen Begriffe gern anneh­men; ihrer Führung wollen wir uns jedoch nicht anver­trauen, am wenigs­ten der neuer­dings so emsi­gen Gehirnphysiologie. Die Herren, welche nach physio­lo­gi­schen Schätzen graben, geben…

18. Seele und Leib

Fast zwei­tau­send Jahre lang hat man auch in der Psychologie die hölzer­nen Gerüste des Aristoteles für Kunstwerke gehal­ten.” Man kann die Seele zehn­mal nach­ge­wie­sen haben als ein leeres Wortgespenst, der Begriff bleibt dennoch wich­tig für die Geschichte des mensch­li­chen Denkens. Der große Zwiespalt, der die eine Partei auf den Materialismus,…

19. Zufallssinne

Erst aus einer Kritik der Sprache könn­ten viel­leicht einige Anfangsgründe einer künf­ti­gen Psychologie entste­hen.” Unser neuer Begriff “Zufallssinne ” stellt sich derje­ni­gen Auffassung entge­gen, die, unbe­wußt von Philosophen wie von den naivs­ten Menschen ange­nom­men wird: daß nämlich auf der einen Seite die Welt sei, auf der ande­ren Seite der Mensch…