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Angst und Furcht

Michael

Immer wieder poppt das Thema auf. Aus meiner Sicht wird des öfte­ren gerne die Angst für alles herge­nom­men, was in einem Menschen Unbehagen erzeugt. Doch oft ist es einfach die Furcht, die uns lähmt.

Furcht: Ist immer konkret auf etwas gerich­tet und hat eine klar defi­nierte Ursache. Hierunter fallen aus meiner Sicht alle “Urtriebe”. Furcht vor einer konkre­ten Gefahr. Einer Schlange, einem ande­ren Tier, etc. Ein ganz klar defi­nier­tes Reiz-Reaktions-Schema, in dem wir meist nicht darüber nach­den­ken, was wir tun sondern einfach handeln. (Fight-Flight-Freeze) 

Angst: Die Angst ist stets unde­fi­niert und konfus. Sie hat oft keine klare Ursache. Angst ist das lähmende Gefühl, das uns in bestimm­ten Situationen ergreift. Und hier findet sich viel­leicht auch schon der Unterschied. Angst ist ein Gefühl. 

Wir soll­ten also stets zuerst unter­schei­den zwischen Furcht und Angst. 

Ist Angst wirk­lich ein Gefühl, eine Emotion?

Grundlage der Angst ist meist eine Erfahrung oder ein Erlebnis aus der Vergangenheit, das nega­tive Auswirkungen auf uns hatte. Kommen wir dann wieder in ähnli­che Situationen, ruft unser Gehirn diese Erinnerung daran ab und erzeugt das entspre­chende Gefühl. Meist sind es Trigger, die ausge­löst werden, ohne das eine wirk­li­che konkrete Bedrohung vorherrscht. 

Weiter kann es auch eine konven­tio­nelle Konditionierung sein, die wir ange­nom­men haben. Hier wird es span­nen­der, denn viele von uns haben einige dieser Konditionierungen aus dem Elternhaus mitge­nom­men (u. a. Androhung von Liebesentzug wenn etwas nicht gemacht wird). Das kann dann soweit gehen, das wir stets bemüht sind, es allen recht zu machen, weil wir Angst haben, nicht geliebt zu werden. Hier trifft genau das zu, was ich denke: die Angst ist diffus und nicht konkret. 

Fazit aus meinem Weltbild: Ängste sind für mich Gefühle und Emotionen, die ich über­win­den kann. 

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