Drücke „Enter”, um zum Inhalt zu springen.

Veröffentliche Beiträge in “Das Wesen der Sprache 2”

Zweite Auflage

1. Vorwort zur 2. Auflage

Fritz Mauthner 0

“Ein gründ­li­cher Fachmann, den ein Kollege mahnte, sich mit den Gedanken meiner Sprachkritik ausein­an­der zu setzen, rief in mensch­lich begreif­li­cher Entrüstung aus: “Soll ich meine Kollegienhefte verbren­nen?” Ich möchte darauf…

2. Wesen der Sprache

Fritz Mauthner 0

So schwer fällt es, den verschie­de­nen Sinn und die Unvollkommenheiten der Worte darzu­le­gen, wenn es nur mit Worten gesche­hen kann. — John Locke Verstehst du nun mein Sprachprinzipium der Vernunft,…

3. Sprache und Sozialismus

Fritz Mauthner 0

“Der Kommunismus hat auf dem Gebiete der Sprache Wirklichkeit werden können, weil die Sprache nichts ist, woran Eigentum behaup­tet werden kann; der gemein­same Besitz ist ohne Störung möglich, weil die…

4. Realität der Sprache

Fritz Mauthner 0

“Alle Menschen stehen gegen­sei­tig im Verhältnis von Hypnotiseur und Hypnotisierten, alle Menschen lassen sich gegen­sei­tig durch ausge­spro­chene Worte Zwangsvorstellungen sugge­rie­ren.” Weil die Sprache zwischen den Menschen eine soziale Macht darum…

5. Missverstehen durch Sprache

Fritz Mauthner 0

“Für die Praxis genügt die mensch­li­che Sprache, wahr­schein­lich darum, weil es jedem einzel­nen nur um sich selbst zu tun ist.” Unser Nachdenken über das Wesen der Sprache hat uns zu…

6. Wert der Sprache

Fritz Mauthner 0

“Für die Praxis genügt die mensch­li­che Sprache, wahr­schein­lich darum, weil es jedem einzel­nen nur um sich selbst zu tun ist.” Über den Nutzen der Sprache ist seit Jahrhunderten, vor und…

7. Das Schweigen

Fritz Mauthner 0

“Jedenfalls ist der Mensch durch die Sprache unter allen Tieren der beste Lügner.” Von seiner augen­blick­li­chen Stimmung oder von seiner Lebensstimmung, also von seinem Charakter, wird es abhän­gen, ob der…

8. Wortkunst

Fritz Mauthner 0

“Wir gehen in der Irre und ahnen es nicht. Nebel bede­cken alle Worte, Nebel alle Wortgruppen — und der Wahnsinn lauert an der Aufdeckung dieser Nebelschleier.” Das Verhältnis von Sprache…

9. Sprache der Poesie

Fritz Mauthner 0

“Doch die höchs­ten Poesien  Schweigen wie der tiefste Schmerz; Nur wie Geisterschatten ziehen Stumm sie durchs gebrochne Herz.” Der Dichter kann nie etwas ande­res tun, als von der Alltagssprache ausge­hen.…

10. Goethe

Fritz Mauthner 0

“Umsonst hab’ ich so viel gespro­chen; die Luft hab’ ich erschüt­tert, weiter nichts gewon­nen.” Für die Lehre, daß die Sprache ein untaug­li­ches Werkzeug der Erkenntnis sei, jedoch ein gutes, ja…

11. Wortaberglaube

Fritz Mauthner 0

“Diese Knechte an den Ruderbänken der Wortgaleeren sind nur noch den brei­ten Massen gefähr­lich. Ihre Waffen sind stumpf für unse­ren gebil­de­ten Mittelstand. Er hat neue Worte gemünzt: das Recht, die…

12. Vernunft und Verstand

Fritz Mauthner 0

“Worte wie Pflanze, Tier, Himmel, Licht, Sprechen, Denken, Vernunft, Verstand, Leben, Tod, Gesundheit, Krankheit u.s.w. gebrau­chen wir nur darum, weil wir sie ererbt haben, genau so, wie das eben ausge­kro­chene…

13. Max Müller

Fritz Mauthner 0

“Unsere Worte sind nur Zeichen für unsere Erinnerungen, bequeme Zeichen sicher­lich.” Nur die benei­dens­wer­ten Philosophen und Rhetoren, welche allwis­send sagen können, was der Gedanke und was die Sprache sei, kennen…

14. Sprache ist Bewegung

Fritz Mauthner 0

“Wenn ein Mensch deut­lich und distinkt ein Wort denkt, so ist damit ein Bewegungsgefühl verbun­den.” Wir sind durch diese Erwägungen unmerk­lich unse­rem Ziele etwas näher gerückt. Die Behauptungen über das…

15. Urzeit der Sprache

Fritz Mauthner 0

“Die Schrift ist nicht nur die Dauerform der Gedächtniszeichen, die Schrift ist eine künst­li­che Verbesserung des Gedächtnisses, wie die Photographie eine Verbesserung des Sehorgans.” Unbeirrt wieder­hole ich bei jeder Gelegenheit,…

16. Wirkliches Denken

Fritz Mauthner 0

“Gedächtnis ohne Gedächtniszeichen ist nicht möglich; und Zeichen sind im weites­ten Sinne sprach­li­che Akte.” Von der physio­lo­gi­schen Psychologie wollen wir die Kritik der älte­ren psycho­lo­gi­schen Begriffe gern anneh­men; ihrer Führung…

17. Unmöglichkeiten der Psychologie

Fritz Mauthner 0

“Wir sehen, ein jeder, nicht bloß einen andern Regenbo­gen, sondern ein jeder einen andern Gegenstand und einen andern Satz als der Andere.” Die Seele ist eine Kreatur , die alle…

18. Seele und Leib

Fritz Mauthner 0

“Fast zwei­tau­send Jahre lang hat man auch in der Psychologie die hölzer­nen Gerüste des Aristoteles für Kunstwerke gehal­ten.” Man kann die Seele zehn­mal nach­ge­wie­sen haben als ein leeres Wortgespenst, der…

19. Zufallssinne

Fritz Mauthner 0

“Erst aus einer Kritik der Sprache könn­ten viel­leicht einige Anfangsgründe einer künf­ti­gen Psychologie entste­hen.” Unser neuer Begriff “Zufallssinne ” stellt sich derje­ni­gen Auffassung entge­gen, die, unbe­wußt von Philosophen wie von…

20. Subjektivismus

Fritz Mauthner 0

“Wie wir sagen, mein Kopf tut mir weh, so müßten wir auch sagen können, meine Zunge schmeckt gut … man würde ausge­lacht, weil die Sprache niemals der neues­ten Erkenntnis entspricht.”…

21. Friedrich Nietzsche

Fritz Mauthner 0

“Und Nietzsche vergleicht die Sprache gut mit Logik und Mathematik, die viel­leicht nicht entstan­den wären, wenn man in Urzeiten gewußt hätte, daß es keine wirk­li­che Identität und keine abso­lut gerade…

22. Beschränkung der Sinne

Fritz Mauthner 0

“Alle Begriffsbildung oder Namengebung ist Klassifikation oder Aufmerksamkeit auf Ähnlichkeiten. Alle Aufmerksamkeit auf Ähnlichkeiten oder Klassifikation ist eine Funktion unse­rer Sinnesorgane.” Wir besit­zen fünf oder viel­mehr sechs Sinne. Durch Vergleichung…

23. Weltbild der Amöbe

Fritz Mauthner 0

“Das Mikroskopieren verführt zu falscher Namenerfindung. Freilich ist das nur der glei­che Irrtum, der nicht­mi­kro­sko­pie­rende Menschen auf die Vortrefflichkeit ihrer unbe­waff­ne­ten Sinnesorgane vertrauen läßt.” Ich habe also bisher gezeigt, daß…

24. Subjektivität

Fritz Mauthner 0

“Die Subjektivität unse­rer Welterkenntnis beschränkt sich also nicht auf Empfindungen, Gefühle u.s.w., die Subjektivität gehört zum Wesen unse­res Denkens oder unse­rer Sprache.” Jede Vorstellung ist allein die Wirkung der Außenwelt…

25. Stimmung und Wortbildung

Fritz Mauthner 0

“Gute Stimmung ist gute Gedankenklarheit, Heiterkeit ist Klarheit, wie am Himmel.” “Stimmung” ist ein viel­deu­ti­ges Wort. Zwischen der Stimmung einer Stimmgabel, die sich mathe­ma­tisch auf 870 Schwingungen in der Sekunde…