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Alles nur ein Spiel?

Was, wenn all das hier um uns herum nichts weiter ist als ein Spiel… oder eine Simulation?

Diese Frage poppt in den letz­ten Wochen immer wieder mal bei mir hoch. Hintergrund ist, das ich mir ein Buch zuge­legt habe — okay, mein Hund wollte verhin­dern das ist es lese und hat es halb zerkaut. Aber zum Glück nur halb.

In diesem Buch geht es darum, wie wir mit unse­rem Bewusstsein die Realität bestim­men. Nicht nur das; wir erschaf­fen sie durch unser Bewusstsein in unse­rem Kopf.

Schaut man sich die “Materie” an und zoomt hier immer weiter rein, dann erkennt man, das da eigent­lich nichts ist. Was Einstein und Kollegen mit der Quantenphysik erklär­ten ist bei genauer Betrachtung so bahn­bre­chend, das unser Weltbild sich mit Händen und Füßen gegen diese es zerstö­ren­den Thesen wehrt. Denn lasse ich mich auf diese Theorie ein dann erkenne ich zwangs­läu­fig, das da nichts ist außer einer unde­fi­nier­ba­ren Energie. Und wenn da nichts ist außer dieser komi­schen Energie, warum um Himmels willen ist der Baum dann da? Wieso stoße ich mir den Kopf?

Vielleicht weil es schlicht und einfach um Erfahrung geht. Um etwas zu erfah­ren muss es zwangs­läu­fig etwas Getrenntes geben, das erfährt oder erfah­ren wird. Will ich den Geschmack eines Espresso erfah­ren dann kann ich das nur indem ich ihn zunächst als von mir getrennt wahr­nehme. Um dann seine Konsistenz zu betrach­ten, seine Aromen zu riechen und zu guter Letzt zu schme­cken.

Diese Erfahrung ist wiederum einzig­ar­tig. Kein ande­res Lebewesen auf diesem Planeten wird die glei­che Erfahrung mit diesem Espresso machen wie ich. Erstens, weil es keinen zwei­ten Espresso dieser Art gibt und zwei­tens weil er für nieman­den sonst so schmeckt wie für mich.

Also wenn dem so wäre und es nur darum geht Erfahrungen zu machen, dann könnte ich auch die Bewusste Entscheidung einer Erfahrung tref­fen. Klar machen wir das in klei­nen Bereichen unse­res Lebens wie z. B. beim Essen, beim Trinken oder ande­ren “Trivialitäten”. Doch was ist mit meinen Problemen, meinen Sorgen, meinen Ängsten? Wenn die These stimmt, dann durch­lebe ich die “nur” weil ich die Erfahrung machen will… Echt jetzt?

Noch weiß ich nicht wohin mich diese Erkenntnis führt, doch ich weiß, das sie einen tiefen Riss in mein Weltbild getrie­ben hat.

Published inGedankengepäck

3 Comments

  1. Hm…, inter­es­sant! Ein Riss ins (bishe­rige) Weltbild kann neue Räume öffnen…

    • Michael Michael

      Das hoffe ich doch mal. Und am liebs­ten das alte Weltbild dabei hinter sich lassend.

      • Ja, wenn das möglich wird, ist man einen guten Schritt weiter.

        Dass die Grenzen in den Köpfen viel­leicht eins der größ­ten Probleme der Menschheit sind, ist mir schon lange klar. Wie zäh aber alte Verknüpfungen sein können, merkte ich dieser Tage an mir selbst. Ich plage ich seit 1 1/2 J. mit Kniebeschwerden auf einer Seite. Da die Denke der Schulmedizin nicht meine ist (und wegen ein paar Gründen mehr), suchte ich keinen Arzt auf, sondern versuchte einen Weg das wieder in Ordnung zu brin­gen. Erst Anfang dieser Woche checkte ich endlich, dass die alte Konditionierung / Verknüpfung “Krank/Schmerzen -> (herkömm­li­cher) Arzt” auch bei mir immer noch aktiv war, nur führ­ten mich die Gedanken, zum Arzt zu gehen nie weiter, weswe­gen ich keinen Termin machte. Nun war ich bei einem TCM‐Arzt und bin begeis­tert und guter Dinge, dass es wieder wird. Was der macht und wie es sich anfühlt nennt sich aus meiner Wahrnehmung zu Recht “Medizin”.

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