
Mein Leben ist geprägt von Kommunikation. Seit 1995 arbeite ich in diesem Feld – mit dem Telefon als meinem primären Kommunikationsmedium. Über 30 Jahre Erfahrung in Verkaufsgesprächen, Seminaren, Workshops und Service-Situationen haben meinen Blick geschärft für das, was Kommunikation im Kern ausmacht.
Vom Sprechen zum Verstehen
Was mich schon lange fasziniert, ist nicht nur das gesprochene Wort, sondern das Verbindende dahinter: die Beziehung. In einer Diskussion mit einem Geschäftspartner stellte sich einmal die Frage, was zuerst da ist – die Kommunikation oder die Beziehung. Diese Frage hat mich nicht mehr losgelassen.
Denn erst wenn wir die Beziehungsebene verstehen, verstehen wir auch, warum Kommunikation manchmal gelingt und manchmal scheitert. Warum manche Gespräche leicht fließen und andere sich anfühlen wie gegen eine unsichtbare Wand zu sprechen. Warum bestimmte Muster sich wiederholen, obwohl wir es anders wollen.
Prägung durch Peter D. Zettel
Über 15 Jahre hat mich Peter D. Zettel als Mentor begleitet. Als Zen-Meister hat er mein illusorisches Weltbild so oft hinfort gefegt, dass nie viel übrig blieb – und genau darin lag die Kraft. Seine Thesen bewegten sich zwischen Zen und Motorradfahren, Quantenmechanik und Philosophie. Die wissenschaftliche Erkenntnis, dass wir in Wahrscheinlichkeiten leben, nicht in Gewissheiten, hat meinen Blick auf Systeme und Beziehungen grundlegend verändert.
Diese Begegnung schärfte meinen Blick für das, was hinter den Worten liegt. Für die Muster, die wirken, ohne dass wir sie bewusst wahrnehmen. Für die Illusionen, die wir für Realität halten – und für die Wahrscheinlichkeiten, die sich erst im Moment der Betrachtung zu einer Wirklichkeit verdichten.
Der Schritt zur systemischen Aufstellungsarbeit
Diese Fragen und Erkenntnisse führten mich zur systemischen Aufstellungsarbeit. Von 2020 bis 2022 absolvierte ich meine Ausbildung bei der UBEGA GmbH in Braunschweig unter der Leitung von Holger Kämmerer sowie den Co-Trainerinnen Gabriele Jahns und Kristin Dethloff.
Die Ausbildung basiert auf der Methode der Aufstellungsprozesse “in der Stille” nach Harald Homberger – einer phänomenologischen Arbeitsweise, die den Lösungen Raum gibt, sich ohne direktive Eingriffe zu entfalten. Der Fokus liegt darauf, verborgene Dynamiken sichtbar zu machen, die in Familien- und Organisationssystemen wirken.
Meine Arbeitsweise
In der Aufstellungsarbeit verbinden sich für mich die Erfahrungen aus über 25 Jahren Kommunikationspraxis mit dem systemischen Blick auf Beziehungen und der Klarheit, die ich durch Peter D. Zettels Begleitung gewonnen habe. Ich arbeite mit einer Haltung der Absichtslosigkeit und des Respekts – im Anfängergeist, wie wir in der Ausbildung gelernt haben. Jede Aufstellung ist neu, jedes System einzigartig.
Meine Schwerpunkte liegen sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich:
- Familienaufstellungen bei Beziehungsthemen, Verstrickungen und Entwicklungsfragen
- Organisationsaufstellungen bei Teamdynamiken, Führungsthemen und Konflikten
- Einzelsettings mit Bodenankern, Figuren oder imaginärer Aufstellung
Was mich bewegt
Auf dieser Seite findest du Gedanken über das, was mich bewegt – denn das hat in erster Linie mit Beziehung zu tun. Mit den unsichtbaren Kräften, die zwischen Menschen wirken. Mit den Mustern, die wir aus unseren Herkunftssystemen mitbringen. Mit den Wahrscheinlichkeiten, die sich erst im Moment der Begegnung zu Wirklichkeit verdichten. Und mit den Möglichkeiten, die sich eröffnen, wenn wir diese Dynamiken verstehen und achtsam damit umgehen.
Die systemische Aufstellungsarbeit hat mir eine neue Dimension des Verstehens eröffnet – nicht nur im beruflichen Kontext, sondern in allen Bereichen des Lebens, in denen Menschen in Beziehung zueinander stehen.